Im Interview: Oda Jahnke von office-oja.de

Porträt Oda Jahnke office-oja.de

von Oda Jahnke

Oda Jahnke | www.office-oja.de | Virtuelle Assistenz/Virtual Creative Project Manager. Content Creation (Grafik, Text), Webdesign, Logodesign, Social Media und Projektmanagement. Ich unterstütze dich bei zeitintensiven, fachfremden oder spezialisierten Aufgaben - du bekommst Raum für deine eigenen Prioritäten!

Im Interview: Oda Jahnke von office-oja.de

31.03.2021

7 Fragen an Oda Jahnke

Im März 2021 hatte ich die Gelegenheit, das erste Interview in meiner Selbstständigkeit zu geben. Es erschien bei etextera. Hier gibt es die etwas ausführlichere Version.

1. Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?

Die Vielseitigkeit bei Menschen und Projekten! Routine gibt es einfach nicht.

Als Generalistin kann ich meine gesamten Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen, Dinge verknüpfen und muss mich nicht nur auf einen Ausschnitt beschränken. Gleichzeitig darf ich so viel Neues entdecken und lerne noch enorm viel dazu. So bin ich aktuell auf dem Weg zur Spezialistin in einigen Gebieten, die gerade besonders gefragt sind und die ich am spannendsten finde: Technik (Website-Erstellung) und Grafik (Content Creation, Logodesign).

Meine Vision ist, Nützliches und Schönes zu erschaffen und damit andere Menschen zu unterstützen und voranzubringen.

Das bringt riesengroße Wertschätzung: Wenn Kunden sich über meine Arbeit so richtig freuen, bin ich mega happy!

2. Haben Sie früher gedacht, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?

Nicht so ganz… Ich hatte nach dem Abitur zwar einige Ideen, was ich werden könnte, aber als vielfach Interessierte fiel es schwer, mich für nur eine einzige Richtung zu entscheiden.

Ich habe zunächst einen Weg passend zu meinen Fähigkeiten gewählt, der damals neu war und sich gut ausgestalten ließ. Im Laufe der Jahre hatte ich unterschiedliche Positionen und Projekte. Den meisten Spaß und Erfolg hatte ich bei den Tätigkeiten, die zu dem passten, was ich schon als sehr junger Mensch wollte. Ich kam irgendwie immer wieder zurück auf meinen Wesenskern.

Die Erkenntnis, dass ich eine sogenannte Scanner-Persönlichkeit habe, hat mich tief bewegt und mir schließlich gezeigt, dass ich mich gar nicht entscheiden muss, sondern die gelebte Vielfalt wunderbar für eine Selbstständigkeit als Virtuelle Assistenz nutzen kann.

Jetzt passen endlich alle Puzzleteile zusammen!

3. Was mögen Sie an den Sozialen Medien?

Die Welt ist durch Social Media viel bunter geworden, denn jeder kann selbst beitragen. Wir sind nicht mehr allein abhängig vom Angebot der Massenmedien, sondern können uns direkt von anderen inspirieren lassen, von ihnen lernen, mit ihnen kommunizieren.

Durch das Networking entstehen wertvolle neue Verbindungen, alte Kontakte verliere ich nicht aus den Augen. So vernetze ich mich mit neuen spannenden Menschen und sehe gern zu, wie großartig sich alte Weggefährten weiterentwickeln. In den Communities gibt es stets ein offenes Ohr, Hilfestellung, Motivation, Trost, Austausch und neue Anregungen. Es gibt unglaublich interessante Inhalte und tolle Ideen!

In den sozialen Medien kann ich meine Zielgruppe ganz anders, emotionaler, lockerer und persönlicher, erreichen als über die Website.

Der Tipp, nicht zu viel Werbung über sein Unternehmen zu posten, ist übrigens nicht neu, aber weiterhin wichtig. Hilfreich, unterhaltsam oder lustig sollte Content sein, damit er in der Vielzahl der Beiträge auffällt und gelesen wird. Trifft man den richtigen Nerv der Community, kann ein solcher Beitrag im Idealfall auch viral gehen. Das bringt dem Unternehmen im Idealfall weitere Interessenten (besonders Kunden).

Ich beginne mich mit meiner Selbstständigkeit gerade stärker sichtbar zu machen. Dabei war ich anfangs sehr zurückhaltend, Privates über mich zu posten. Doch Follower möchten wirklich wissen, wer hinter einem Business steckt. Die nach der Startseite am meisten besuchte Seite eines Webauftritts ist die „Über mich“- Seite! Daher meine Empfehlung:

Keine Angst vor privatem Content! Du bist deine Marke. Zeig dich!

4. Was stört Sie an den Sozialen Medien?

Die Schattenseiten sehe ich selbstverständlich auch. Ohne gründliche Recherche, das Prüfen von Quellen auf Zuverlässigkeit und journalistische Aufbereitung durch seriöse Medien kursieren leicht falsche Informationen, die dann schnell und breit gestreut werden. Die Corona-Pandemie hat das noch befeuert: unsoziale Hatespeech ohne Sinn und Verstand statt „sozialer“ Medien und ethischem Journalismus.

Stärke deine eigene Medienkompetenz und lerne, true von fake zu unterscheiden.

FOMO (fear of missing out)“ verleitet schon sehr dazu, ständig online zu sein, um nichts zu verpassen. Privat ist das für mich kein Problem, meine Unternehmensprofile checke ich aber auch ziemlich oft. Ich hoffe, da werde ich bald gelassener!

5. Wer oder was inspiriert Sie?

Gutes, Schönes, Wahres und Positives!

Mutige Menschen mit Idealismus und Integrität sind für mich echte Vorbilder.

Der Einsatz, etwas in der Welt zu bewegen und zu verbessern, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ob Engagement für Menschen oder für unsere Mitlebewesen und die Natur, es gibt eine ganze Reihe beeindruckender Persönlichkeiten: Mahatma Gandhi, Martin Luther King, der Dalai Lama, Buddha, Mutter Theresa, Jane Goodall, Dirk Steffens. Ebenso finde ich viele inspirierende Vorbilder unter Kreativen: Maler, Fotografen, Musiker, Architekten, Designer, Erfinder (ich liebe Leonardo da Vinci!) – sie alle erschaffen wunderbare ästhetische Werke für uns.

Und grundsätzlich mag ich in meinem Alltag positive, freundliche und fröhliche Menschen!

6. Wie starten Sie in den Tag?

Grundsätzlich spontan! Außer Kaffee gibt es keine Morgenroutine, denn jeder Tag ist anders und so auch das Wetter, meine Aufgaben, meine Tagesform.

Diese Spontanität genieße ich sehr, sie spendet mir viel Energie, die ich für konzentriertes Arbeiten (technische Website-Erstellung und -Pflege) und kreativen Content (Grafik und Texte) benötige.

Jahrzehntelang hatte ich den immer gleichen starren Tagesablauf: frühes Aufstehen, viele Kilometer Pendeln (oder vielmehr Stau), den ganzen Tag Hektik im Büro und dann wieder rein in den Feierabendverkehr.

Ich bin unglaublich dankbar, dass ich heute selbst entscheiden kann, wie ich meinen Tag beginne und gestalte.

7. Welche Tipps geben Sie, um ein erfolgreiches und glückliches Leben zu führen?

In manchen Weisheiten steckt viel Wahrheit – und man kann sie sich gut merken 🙂 Diese haben sich für mich mehr als einmal bewahrheitet:

„Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg.“ (Buddha)

Ich kann mich jeden Tag über ganz kleine Dinge freuen und auch für das ganz große Glück dankbar sein – wie Gesundheit, genug zum Leben zu haben, Frieden, liebe Menschen. Wenn es mal nicht so gut läuft, halte dir kurz vor Augen, wie schlecht es Menschen anderswo geht und wie privilegiert wir hier leben.

„Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.“ (John F. Kennedy)

Für mich waren Krisen tatsächlich immer eine Transformation zu etwas Besserem – auch wenn ich das manchmal erst viel später realisiert habe.

„Das Leben schubst dich immer wieder in die richtige Richtung.“

Wenn ich unbedingt etwas wollte und dabei meine innere Motivation, Träume oder Persönlichkeit nicht berücksichtigt habe, ist es einfach nichts geworden. Also: Berücksichtige immer, ob etwas wirklich zu dir passt!

„Wenn etwas dauerhaft zu schwierig ist für dich, ist es noch nicht das Richtige.“

Dann solltest du einen anderen Weg nehmen, du hast schließlich die Wahl. Natürlich heißt das nicht, immer gleich aufzugeben, denn Durchhalten und Anstrengen gehört zum Erfolg. Nur solltest du nicht auf längere Zeit gegen Windmühlen ankämpfen. Nutze den Wind lieber für Veränderungen! Wenn es sich gut anfühlt und plötzlich alles leichter geht, hast du das Richtige für dich gefunden!

„Mach Pläne und das Universum lacht darüber.“

Wünsche und Ziele sind wichtig, aber zu viel planen solltest du nicht; es kommt gern etwas dazwischen oder ganz anders. Eine Planung funktioniert im heutigen dynamischen Umfeld immer weniger. In Zeiten von Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Vieldeutigkeit (VUCA) sind Flexibilität und schnelle Anpassung gefragt!

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, meinen eigenen Weg engagiert zu verfolgen, aber gleichzeitig gelassen zu bleiben und Dinge auch einfach mal geschehen zu lassen.

 

Oda Jahnke, Inhaberin von office-oja! Virtuelle Assistenz

Oda Jahnke hat Ausbildungen als Europa-Sekretärin (ESA), Social Media Manager (ILS), Journalistin (ILS) sowie in Gestaltung und Webdesign abgeschlossen. Im Juni 2020 hat sie sich mit office-oja! Virtuelle Assistenz selbstständig gemacht. Als Virtual Creative Project Manager unterstützt sie Unternehmer:innen bei zeitintensiven, fachfremden oder spezialisierten Aufgaben. So schafft sie ihnen Raum für ihre eigenen Prioritäten.

Schwerpunkte sind: Content Creation (Grafik und Text) für Web, Social Media und Print, Logodesign, Webdesign mit WordPress, Social Media Management und Projektmanagement. Außerdem kann sie ihre Kund:innen im Büromanagement und als Spezialistin für Arbeitsplatzgestaltung und Arbeitssicherheit unterstützen.

Alle Leistungen im Detail.

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